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 Xarres' Tutorials #1 - Wälder mit abnehmbaren Bäumen 
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Beitrag Xarres' Tutorials #1 - Wälder mit abnehmbaren Bäumen
Xarres' kleine Bastelecke
Folge #1: Wälder mit abnehmbaren Bäumen


Moin, Moin!

Ich möchte versuchen alle paar Wochen einmal ein kleines Tutorial zu schreiben. Da ich gelegentlich Anfragen bekomme (GW Fanworld), wie ich meine Platte und mein Gelände gebaut habe, möchte ich mein Wissen auf diesem Wege weitergeben.

Mein erstes Tutorial ist gleichzeitig auch ein Eigenversuch einen Wald mit abnehmbaren Bäumen zu gestalten. Die Bäume sollen magnetisch auf dem Base befestigt sein, damit sie beim spielen nicht so leicht umgestoßen werden können.

Alle Bilder in diesem Tutorial können durch anklicken vergrößert werden (800 x 600 px)

WAS WIRD BENÖTIGT

Werkzeuge:
- Cuttermesser
- Schere
- Kugelschreiber
- Alter Pinsel (zum auftragen von Leim)
- Pinsel zum Trockenbürsten (groß und klein)
- Einwegbecher zum Mischen von Farben

Materialien:
- PVC oder Hartschaumplatte ca. 5-6mm Stärke
- Laminat Dämmstoff 2mm Stärke
- Magnetfolie
- Einige Unterlegscheiben ca. 4cm Durchmesser
- Sand & kleine Steine
- Leim
- Grasstreu (optional)
- Sekundenkleber Metall/Plastik
- Modellbäume, Tannen und Büsche
- Modeliermasse (bei Bäumen ohne Base)
- Abtonfarbe / Acrylfarbe in dunkelbraun, hellbraun, schwarz und weiß (oder den Farben eurer Wahl)


SCHRITT 1
Ich nehme für meine Geländebases immer Creativ Hartschaumplatten, diese gibts z.B. bei BAHR und kosten 100x50 cm knapp 12 Euro. Das mag teuer klingen, aber man kommt damit eine ganze Weile aus und das Zeug ist echt klasse zu verarbeiten, verformt sich nicht und ist sehr solide. Außerdem kann man auch mit einem Kugelschreiber o.ä. Muster hineinprägen.

Für dieses Workout habe ich ein kleines Reststück gefunden und grob die Form des Waldes aufgemalt

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Mit einem Cutter schneiden wir nun schräg angewinkelt die Form aus. Die Schaumplatte schneidet sich relativ leicht und ohne große Sägebewegungen. Man sollte jedoch aufpassen nicht abzurutschen, da man einen etwas stärkeren Druck aufbaut. Das kann dann sehr leicht mal in den Finger gehen.

Fertig ausgeschnitten sollte das ganze dann so aussehen:

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Jetzt wird mit dem Cutter noch einmal Feinarbeit begangen, denn die Kante soll ein wenig abgerundeter sein. Das sieht zum einem besser aus und zum anderem kippen die Minis nicht so schnell um. Hierzu fahren wir noch einmal die Schnittkante ab, so dass ein fließender Übergang entsteht.

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SCHRITT 2
Nun ordnen wir die Unterlegscheiben so an, dass die Fläche recht gut gefüllt ist, jedoch halten wir mindestens 1cm Abstand zwischen den Scheiben selbt und gute 2cm Abstand zum Baserand. Sind wir mit der Anordnung zufrieden, zeichnen wir grob an, wo die Scheiben hingehören (hier reicht ein Punkt ins Loch der Scheibe).

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Auf der Magnetfolie zeichnen wir nun mit einer Scheibe als Schablone die Magnetfelder an und schneiden diese anschließend aus. Da die Folie in meinem Fall von einem Band kommt und sich leicht wellt, hefte ich immer gleich eine Scheibe dran. Wichtig ist, dass die Folie ca. 1mm über steht.

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SCHRITT 3
Nun benötigen wir ein Stück Laminat-Dämmung oder etwas vergleichbares. Gibt es ebenfalls entweder als Rolle oder abgepackt im Baumarkt. Wir schneiden das Stück in etwa so zu, dass es auf das Base passt, aber die abgeschägten Stellen nicht überdeckt werden. Dann zeichnen wir die Position der Unterlegscheiben an, dieses mal nicht den Punkt sondern den Umriss.

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Da es nicht 100%ig wichitg ist, dass die Löcher super sauber ausgeschnitten werden, habe ich dies schnell mit einer Schere erledigt. Gut ich hätte auch nen Heißdrahtschneider oder einen feinen Cutter nehmen können, aber ihr werdet sehen, dass dies nicht so sehr ins Gewicht fällt.
Nach dem Löcherschnitt flachen wir auch hier die äußere Kante leicht ab um einen weicheren Übergang zur Base zu schaffen.

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Nun leimen wir den Dämmstoff und kleben ihn auf das Base, herausgedrückten Leim streichen wir mit dem Finger glatt. Innerhalb der Kreise wird der Leim mit Hilfe von Schnittresten abgehoben, so dass die Löcher sauber bleiben.

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Mit Sekundenkleber bestreichen wir nun die die geprägte Seite der Magnetfolie und kleben diese mit der Unterlegscheibe als fixierer auf die Base (die Unterlegscheibe wird natürlich nicht geklebt! Sie dient lediglich dazu, dass die Folie sich nicht wieder hochrollt, sofern sie von einem Rollband abgeschnitten wurde!)

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SCHRITT 4
Nun lassen wir unsere Arbeit eine gute Stunde trocknen. Da ich mit dem Tutorial gleich fortfahren möchte, habe ich vorher schon ein anderes Stück auf diesen Stand gebracht und werde dies nun weiter verwenden (Isch hab da mal was vorbereitet....).

Jetzt tragen wir wieder Leim auf, allderdings auf alle Stellen außer den Unterlegscheiben, diese dürfen aber am Rand etwas abbekommen, das schadet nicht. Wir leimen hierzu erst einmal etwas über die Hälfte des Geländestücks und sanden es dann bis zur Hälfte, so dass noch mindestens 2cm Leimfläche überig bleiben. Dies hat den Vorteil, dass es hinterher keine hässlichen Überlagerungen oder Fugen gibt.

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Ich habe mir über die Jahre angewöhnt, mit verschiedenen Sandstärken zu arbeiten. Eine Box mit verschiedenen Kieselsteinen um felsige Gegenden verzieren zu können, eine Box mit grobem Sand (Papageisand aus der Tierhandlung) und etwas feinerem Vogelsand, jedoch nicht zu fein. Für Wüsten oder Schnee nehme ich den ganz feinen Vogelsand, den man schon fast für kleine Sanduhren verwenden kann - Dieser kommt allerdings hier nicht zum Einsatz (und ist hier auch nicht abgebildet). Natürlich kann man sich den Sand auch kostenlos an jedem Strand oder Baustelle beschaffen, aber so ein 1 Kilo Sack kostet meist nicht mehr als ein paar cent - und die sollte man eigentlich über haben.

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Nachdem der Leim ein paar Minuten gezogen hat, heben wir vorsichtig die Unterlegscheiben ab und befreien sie von Leim und Sand. Dann folgt eine kleine Korrektur bei den Löchern. Einfach mit dem Fingernagel das überstehende Sand-Leim-Gemisch wieder ein wenig in Form drücken, so dass die Magnetflächen klar bleiben und später genügend Platz zum einsetzen der bepflansten U-Scheiben bleibt.

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SCHRITT 5
Die gereinigten Unterlegscheiben bekleben wir nun schon einmal mit den Bäumen, Büschen und Tannen. Da meine gekauften Tannen keinen Stellfuss haben, mußte ich die Unterlegscheiben erst einmal mit Modeliermasse bearbeiten. Diese härtet über Nacht durch und ich kann später ein Loch hinein bohren und eine Tanne hineinkleben.

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Nachdem die Modeliermasse getrockent ist, habe ich mit einem Handbohrer Löcher in größe des Tannenstiels gebohrt und die Tannen mit Sekundenkleber auf ihe Bases befestigt. Nun müssen diese ebenfalls gesandet werden, hier verfahren wir genau so wie oben unter Schritt 4 beschrieben, nur können wir hier die gesamte Fläche direkt beleimen.

Probegestellt sieht das ganze schon einmal so aus:

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SCHRITT 6
Damit sich der Sand später nicht so leicht beim spielen ablöst, müssen wir ihn jetzt fixieren. Dazu mischen wir Wasser und Leim ungefähr in einer 50/50 Konsistenz zusammen und tragen die Mischung mit einem Pinsel über die gesamten gesandeten Flächen, es sollten nach Möglichkeit alle Stellen getroffen werden. Jetzt müssen Geländebase und Bäume eine längere Zeit trocknen.


SCHRITT 7
Jetzt kommen wir zu dem Teil, der mich persönlich immer am meißten nervt - dem Grundieren. Eigentlich bin ich kein Freund von Abtonfarbe, ich setzte leiber auf Acrylfarben, denn sie strahlen nach dem trocknen besser und matten nicht so aus. Außerdem lassen sie sich für meinen Geschmack besser auftragen und decken schöner. Aber leider sind Acrylfarben daher auch ein wenig teurer. Da ich augenblicklich kein dunkelbraunes Acryl zur Hand habe, muss dann doch die Abtonfarbe her halten.

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Nun schütten wir ein wenig von der Farbe in einen Plastikbecher (oder ein anderes Behältnis) und geben ein paar Tropfen Wasser hinzu, damit die Farbe ein klein wenig dünner wird. Dann tragen wir sie großzügig aber kontrolliert auf die gesamte Base. Zuerst in tupfbewegungen von oben, damit auch alle tief liegenden Stellen erreicht werden können, später dann normale Streichbewegungen um die Farbe zu verteilen.

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Tja, wie schon gesagt dauert das trocknen von Abtonfarbe ein Stück weit länger und das Modell kann in 1-2 Stunden wieder bearbeitet werden. Bei Acryl reichen meist 30 Minuten.

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Auch die Basegestaltung der Bäume wird natürlich im selbem Farbton grundiert.

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SCHRITT 8
Jetzt geht es an die Bemalung. Im Gegensatz zur Grundierung freue ich mich hierauf immer am meisten.
Da mein Waldboden von dunkel bis hellbraun reichen soll, nehme ich mir zum Aufhellen eine Sandfarbe. Diese mixe ich ca. 50/50 mit dem Grundierton und bürste diese dann über die Gelandeplatte und natürlich auch die Basen der Bäume trocken. Wie man trockenbürstet muss ich hier wohl keinem mehr erklären (und wenn's doch jemanden gibt der das nicht weiß -> Suchfunktion in der GW-Fanworld oder im MaxPaint Forum).

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Nach dem ersten Schritt sollte das ganze dann so aussehen:

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Die nächste Schicht bürsten wir dann mit dem reinem Sandfarbenton:

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Für die finale Schicht hellen wir die Sandfarbe noch einmal mit weiß auf, wieder so ca. 50/50 mit einer Tendenz zum Weißton:

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Sind wir mit der Bemalung der Erd-Elemente zufrieden, so kommen nun die Steine und Felsen an die Reihe.
Hierzu mischen wir schwarz und weiß zu ca. 50/50 mit einer Tendenz zum Schwarzton und bemalen die steinigen Elemente grob mit diesem Ton. Es schadet nicht in einigen Lücken noch das Dunkelbraun zu belassen, ich finde das Ergebnis sieht dann besser aus, weil die Farbzonen nicht so abgegrenzt wirken.

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Diese Elemente müssen jetzt ebenfalls aufgehellt werden. Dazu mischen wir für den ersten Akzent etwas mehr weiß hinein, für den zweiten Aktzent nutzen wir dann fast das pure weiß (aber nur fast, ein leichter Graustich sollte noch drin sein, damit es nicht zu blaß aussieht).

Ist die Bemalung vollendet, siehts dann so aus:

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SCHRITT 9
Das ganze sieht zwar schon recht hübsch aus und ist auch soweit schon bespielbar. Mir fehlt allerdings zur otpischen Aufwertung noch das Grasstreu.

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Es gibt sicher bessere oder professionellere Methoden Grasstreu aufzutragen, für mich reicht jedoch stets die folgende Variante.
Wir mixen ein Leim/Wasser gemisch zusammen, das ca. aus 75% Leim und 25% Wasser besteht. Dieses tragen wir dann tupfend und kontrolliert auf die Fläche auf, die anschließend bestreut werden soll.
Das Grasstreu lassen wir dann von oben heraufrieseln, bis die Fläche gut bedeckt ist und lassen es kurz einwirken. Dann tippen wir mit mäßigem Druck noch einmal auf die Grasstellen, damit auch genügend von dem Zeug kleben bleibt. Der Rest wird über Kopf dann abgeklopft und abgefallenes Streu recycelt (ist ja schließlich relativ teuer ;) ).

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SCHRITT 10
Sobald alles schön durchgetrocknet ist, gehen wir noch einmal flüchtig mit Sprüh-Mattlack über die Elemente, damit wir von dem Geländestück ein wenig länger etwas haben, bevor die ersten Machen und Schäden sich bemerkbar machen.


FERTIG!
Es ist vollbracht! Zwei wunderschöne Wälder sind fertig und warten darauf bei der nächsten Schlacht eingesetzt zu werden. Schön ist, dass die Wälder allein durch die Bäume und Büsche eine gewisse Modularität mit sich bringen. Wir können jetzt hohe oder tiefe, sowie dichte oder lichte Wälder aufstellen, ohne dafür zig variationen im Regal stehen haben zu müssen.
Die folgenden Bilder sind ein kleines Stück größer (1024 x 768).

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Und um das Bild dann noch vollständig zu machen - Ja, die Bäume halten bombenfest

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Somit komme ich mit diesem Tutorial zum Abschluss. Ich hoffe es hat euch gefallen und ich konnte dem einen oder anderen eine Inspiration verleihen.
Da mir das Gestalten dieses Tutorials sehr viel Spaß gemacht hat, wird es garantiert nicht das letzt von mir sein. In einigen Tagen werde ich zusehen ein weiteres Thema zu behandeln - Natürlich stehe ich Anregungen offen entgegen :) .

Also dann,
Viel Spaß beim basteln

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PS: Wer Rechtscheibfehler findet darf sie behalten :P


Sa 31. Jul 2010, 21:01
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