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Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen
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Seite 1 von 2

Autor:  Koranot [ Do 7. Jan 2016, 20:07 ]
Betreff des Beitrags:  Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Hallo,

wir haben vor kurzem ein Spiel nach den Regeln der 8. Edition gemacht, zu dem ich hier einem Spielbericht posten möchte. Für das Spiel habe ich ein spezielles Szenario entworfen, um den Konflikt zwischen den verfeindeten Waldelfen und Tiermenschen noch etwas dramatischer zu gestalten. Ich habe versucht den Spielbericht auf eine erzählerische Weise zu schreiben aber vielleicht stelle ich erstmal das Szenario vor (achtung viel Text):

Die Schlacht am Baum der Trauer


Die tumbe Bestie, die von seinesgleichen Morghur Schädelmeister genannt wurde, von den Waldelfen aber Cyanathair geheißen wurde, marschierte auf die Lichtung der Trauer zu. Zusammen mit einer Rotte Tiermenschen war Sie in den Athel Loren eingedrungen und hatte das welkende Land, welches die Elfen Anmyr nennen, betreten. Morghur wusste nicht was in antrieb, er war zu keinem rationalen Gedanken fähig, aber irgendeine höhere Macht zog ihn auf die vor ihm liegende Lichtung. Die Bäume um ihn herum verdrehten und wanden sich unter der verzerenden Kraft des Chaos und peitschende Tentakel und klaffende Mäuler brachen aus ihnen hervor. Die Tiermenschen um Morghur herum gaben ein blöckendes Johlen von sich als sie bemerkten, dass sich eine Armee der Waldelfen auf der Lichtung gesammelt hatte. Morghur bemerkte nichts davon, er war voll und ganz auf die vier Stimmen in seinem Kopf konzentriert...

Nachdem Späher von dem Eindringen der Tiermenschen berichtet hatten, hatte Araloth, der Fürst von Talsyn, eiligst eine kleine Armee versammelt, um das welkende Land zu verteidigen. Demnach zu urteilen was ihm Skaryn, sein treuer Falke, berichtet hatte, schienen sich Araloths schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten: Cyanathair, der Verderber, führte die Tiermenschen an. Hektisch brüllte der Fürst Befehle und die Reihen der Waldelfen schlossen sich, um Addaivoch, den Baum der Trauer, zu verteidigen. Die mächtige magische Ulme war das Herz des welkenden Landes und musste um jeden Preis vor dem Einfluss des Chaos geschützt werden. Gleichzeitig schwor sich Araloth Cyanathair gnadenlos zur Strecke zu bringen...

Die Armeen: Das Spiel wird zwischen einer Armee der Tiermenschen und einer Armee der Waldelfen ausgetragen. Die Spieler sollten sich vorher auf ein Punktlimit zwischen 1500 und 2000 Punkten einigen. Der Spieler der Tiermenschen muss seiner Armee Morghur Schädelmeister hinzufügen, er bezahlt keine Punkte dafür. Der Spieler der Waldelfen muss seiner Armee Araloth, Fürst von Talsyn, hinzufügen, ohne die Punktkosten dafür zu bezahlen.

Das Spielfeld: Der Waldelfenspieler stellt das Gelände auf. Es werden sechs Wälder platziert, von denen sich maximal zwei in der Aufstellungszone der Waldelfen befinden dürfen und keiner in der Aufstellungszone der Tiermenschen. Der Baum der Trauer wird etwa 1 Zoll mittig vor der Aufstellungszone der Waldelfen platziert. Der Baum der Trauer zählt als Gebäude mit drei Stockwerken (es dürfen also 15 Modelle schießen) und einem maximalen Fassungsvermögen von 40 Modellen. Der Waldelfenspieler erhält nicht den zusätzlichen Wald durch die Sonderregel Weltwurzel-Hain.

Aufstellung: Der Spieler der Waldelfen stellt seine Armee zuerst in der im Diagramm gezeigten Aufstellungszone auf. Er darf eine Kerneinheit von maximal 20 Modellen im Baum der Trauer platzieren. Danach stellt der Tiermenschenspieler seine gesamte Armee in seiner Aufstellungszone auf.

Erster Spielzug: Der Tiermenschenspieler hat den ersten Spielzug.

Spieldauer: Das Spiel geht über sechs Spielzüge.

Siegesbedingungen: Der Spieler mit den meisten Siegespunkten gewinnt. Bei einer Differenz von 100 Siegespunkten oder weniger endet das Spiel unentschieden.

Szenario-Sonderregeln:


Lichtung der Trauer: Die Bäume auf der Lichtung der Trauer üben eine melancholische Wirkung aus, die jeden in Apathie verfallen lässt der ihnen zu nahe kommt. Deshalb gilt jeder Wald im Spiel als Pilzwald (d.h. jede Einheit im Wald hat Blödheit).

Der Atem des Verderbers:
Zu Beginn jedes Spielzugs der Tiermenschen darf der Tiermenschenspieler einen Wald innerhalb von 12 Zoll um Morghur wählen und einen W6 werfen, bei einer 3+ wird der Wald vom Chaos verzehrt und zu einem mutierten Wald. Befindet sich ein Tiermenschen Schamane, Großschamane oder ein Grinderlak in einem Wald, so darf der Tiermenschenspieler ebenfalls würfeln, bei 5+ wird auch dieser Wald zu einem mutierten Wald. Mutierte Wälder zählen immer noch als Wälder, allerdings wirken die Sonderregeln Geländeerfahren (Wald) und Waldjäger der Waldelfen nicht mehr in ihnen. Zusätzlich erleidet jede Einheit der Mächte der Ordnung, die ihre Bewegung in einem mutierten Wald beendet bei 4+ 1W6 Treffer mit Stärke 4.

Reinheit der Wälder:
Jeder Zauberweber und Zaubersänger der Waldelfen kennt zusätzlich zu seinen Zaubern den Zauber Reinheit der Wälder:

Reinheit der Wälder Zauberwert 8+
Der Zauberer bündelt die Energien in einem Wald, auf das dieser den Makel des Chaos bekämpfen kann.
Unterstützungszauber. Die Reinheit der Wälder hat einen mutierten Wald innerhalb von 12 Zoll um den Schamanen zum Ziel. Wirf einen W6, bei einer 3+ wird der mutierte Wald wieder zu einem normalem Wald.

Verbissene Kämpfe:
Siegespunkte werden normal berechnet.
Zusätzlich erhalten die Tiermenschen 200 Siegespunkte für jeden Wald der am Ende des Spiels mutiert ist und 800 Siegespunkte, wenn sie den Baum der Trauer kontrollieren.
Die Waldelfen erhalten 100 Siegespunkte für jeden Wald der am Ende des Spiels nicht mutiert ist und 500 Siegespunkte, wenn es ihnen gelingt Morghur auszuschalten.

Autor:  Koranot [ Do 7. Jan 2016, 20:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Hier sind die Armeelisten, wir haben uns auf 1500 Punkte geeinigt. Den Rest werde ich in den nächsten Tagen posten.

Tiermenschen

Kommandanten

Großhäuptling (General)
- Horn der wilden Jagd, verwachsenden Haut, schwere Rüstung, Schild 219

Helden

Schamane
-Kelch des schwarzen Regens, Stufe 2, Lehre der Bestien (Bernsteinspeer und Wissans Tiergestalt) 150

Häuptling
-Armeestandarte, schwere Rüstung 114

Morghur Schädelmeister umsonst

Kerneinheiten

24 x Gors
-Kommandoeinheit, zusätzliche Handwaffe 198

19x Gors
-Kommandoeinheit 144

5x Ungor-Plünderer 30

5x Chaoshunde 30

1x Tuskor Streitwagen 80

Eliteeinheiten

19x Bestigors
-Kommandoeinheit 258

Seltene Einheiten

Grinderlake 275

Gesamt 1498



Waldelfen

Kommandanten

Araloth, Fürst von Talsyn (General) umsonst

Helden

Auriel der Druide (Zaubersänger)
-Magiebannende Spruchrolle, Stufe 2, Lehre der Bestien (Horros wilde Bestie und Wissans Tiergestalt) 140

Finris Nachtschatten (Adelige)
-Pfeilhagel des Verderbens, Armeestandarte 130

Kerneinheiten

Die Wächter des Nebels (15x Waldelfenkrieger)
-Jagende Pfeile 225

Die Schrecken von Amnyr (20x Dryaden) 220

Die Schattengarde (17x Ewige Wache)
-Standartenträger, Schilde 214

Eliteeinheiten

Kurnous Rache (7x Wilde Jäger)
-Schilde 196

Die Gecken von Amnyr (5x Kampftänzer) 75

Loecs Täuscher (5x Kampftänzer) 75

Seltene Einheiten

Umbraloth der Uralte (Baummensch) 225

Gesamt 1500

Autor:  Koranot [ Fr 8. Jan 2016, 23:19 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Aufstellung

Die Waldelfen sammelten sich um den Baum der Trauer. Die Dryaden, die als die Schrecken von Amnyr gefürchtet waren, verscholzen mit den Wurzeln und Ästen Addaivochs, um den Baum zu verteidigen.
Fürst Araloth von Talsyn bezog mit seiner Schattengarde, einer Einheit ewiger Wächter die den Fürsten von Talsyn nach Amnyr begleitet hatte, rechst neben dem Baum der Trauer Stellung. Die Elfe Finris Nachtschatten schloss sich dieser Einheit an, dabei schwenkte sie die Armeestandarte mit den heiligen Symbolen Addaivochs.
Direkt hinter dieser Einheit platzierte sich eine Gruppe Waldelfenkrieger, welche als die Wächter des Nebels bezeichnet wurden. Die Wächter des Nebels waren bekannt dafür schon seit Generationen magische Pfeile herzustellen, welche sogar im dichten Nebel der Lichtung der Trauer immer ihr Ziel fanden. Der mürrische Druide Auriel schloss sich dieser Einheit Schützen an.
Auf der linken Seite des Baums der Trauer ragte die dunkle Gestalt Umbraloths in den düsteren Himmel. Der uralte Baummensch war gekommen, um den Elfen bei der verteidigung der Lichtung der Trauer beizustehen.
Zur rechten der Schattengarde tänzelten die Gecken von Amnyr unaufhörlich vor sich hin, während die zweite Kampftänzer Truppe, die sich selbst als Loecs Täuscher bezeichnete, links vom mächtigen Umbraloth verweilte.
Noch weiter links, im Schatten eines nebelverhangenden Wäldchens, hatte eine Gruppe Reiter Stellung bezogen. Die Augen der Reiter glühten in wildem grünem Feuer und die Nüstern ihrer Rosse stießen andersweltlichen Dampf aus, als sich die wilden Jäger bereit machten als Kurnous Rache über die verhassten Tiermenschen zu fahren.

Dann schälte sich die verdorbene Armee der Tiermenschen aus dem dichten Nebel, der die Lichtung der Trauer umgab. Araloth konnte zwei große Formationen aus Gor Tiermenschen ausmachen, von denen eine von einem wahnsinnigen Schamanen geführt wurde, während ein kräftiger Tiermenschenhäuptling, welcher sich der anderen Gor-Einheit angeschlossen hatte, die verderbte Armeestandarte der Bestien schreiend in die Luft reckte.
Zur großen Besorgnis des Waldelfengenerals befand zwischen diesen beiden Eiheiten, halb verdeckt durch eine Meute geifernder Chaos-Hunde, eine große Einheit Besti-Gors. Araloth wusste, dass diese Elite-Tiermenschen fürchterliche Kämpfer waren. Die Besti-Gors wurden von einer wuchtigen Gestalt geführt, bei der es sich nur um den Anführer der Tiermenschen-Rotte handeln konnte.
Zwischen den Besti-Gors und der größeren Gor-Einheit erblickte Araloth dann schließlich wonach er die ganze Zeit gesucht hatte: Cyanathair, der Verderber, wandt sich zwischen den übrigen Bestien und hinterließ dabei einen Bereich verdrehter Wirklichkeit. Araloth schwor sich abermals diesen Makel der Natur zu tilgen.
Rechts von der kleineren Gor-Einheit befand sich ein Trupp Ungor-Plünderer, den der Fürst von Talsyn nicht als Bedrohung einstufte.
Auf der linken Flanke der Rotte verweilte dagegen, neben einem Tuskor-Streitwagen, ein Wesen das aus einem Alptraum hätte stammen können. Eine bizarre Mischung aus Drache, Kröte und Insekt ließ Araloth das Blut in den Adern gefrieren.
Dann erklangen die mistönenden Hörner der Tiermenschen und die Waldelfen griffen ihre Waffen fester: Die Schlacht um den Baum der Trauer hatte begonnen.

Autor:  Koranot [ Fr 8. Jan 2016, 23:25 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Bilder zur Aufstellung.

Autor:  Koranot [ Fr 8. Jan 2016, 23:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Erster Spielzug

Tiermenschen

Schon zu Beginn des Angriffs begannen sich die Bäume eines kleinen Waldfleckens unter der bedrückenden Präsenz Morghurs zu verdrehen und zu mutieren. Dort wo vor kurzem noch ein halbwegs normaler Wald gestanden hatte erhob sich jetzt ein Gestrüpp aus Blättern, Dornen und Tentakeln.
Dann stürmten die Chaos-Hunde geifernt voraus, dicht gefolgt von den gröhlenden Gors und Bestigors. Auch die Ungor-Plünderer rückten im Schutz eines kleinen Wäldchens vor. Auf der linken Flanke verharrten der Tuskor-Streitwagen und der abscheuliche Grinderlake auf der Stelle, sie hatten die drohende Silhouette der wilden Jäger erkannt und bevorzugten es außerhalb der Angriffsreichweite der gestaltgewordenden Wut Kurnous zu verweilen.
Dann begann ein Tiermensch in der rechten Gor-Einheit zu zucken und zu schreien. Sein Fleisch riss und peitschende Auswüchse, sowie ein klaffendes Maul, bannten sich ihren Weg. Morghurs Gegenwart hatte ihn in eine Chaosbrut verwandelt.
Der Tiermenschenschamane intonierte einen kruden Gesang und in seiner Klaue formte sich ein bernsteinfarbender Speer aus reiner Magie. Dieses Geschoss durchschlug die Reihen der Schattengarde und tötete drei der Elfen.

Autor:  Koranot [ Fr 8. Jan 2016, 23:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Erster Spielzug

Waldelfen

Wenn die Waldelfen geschockt vom plötzlichen Vorstoss der Tiermenschen und der mutierenden Gegewart Morghurs waren, so ließen sie sich nichts anmerken.
Araloth brüllte Befehle und die Schattengarde rückte leicht vor, dicht gefolgt von den Wächtern des Nebels, die ihre Bögen bereit machten. Loecs Täuscher und die Gecken von Amnyr bewegten sich zu einem Rhythmus den nur sie hören konnten und brachten sich tänzelnd in Position, um auf den Angriff der Bestien reagieren zu können. Der gewaltige Umbraloth umrundete den Baum der Trauer, der immer noch von den Schrecken von Amnyr beschützt wurde. Die wilden Jäger, welche ihre Wut unter kontrolle hatten, erkannten, dass ein verfrühter Angriff unter den Räder des Tuskor-Streitwagens enden konnte und positionierten sich nur leicht neu.
Dann versuchte der Druide Auriel die Dryaden im Baum der Trauer zu stärken aber sein feinsinniger Gesang wurde von einem wüsten Bellen des Tiermenschenschamanens unterbrochen.
Danach zückte die Bestie einen schwarzen Kelch, trank daraus und spie die schwarze Flüssigkeit gleich darauf in die Luft. Auf der gesamten Lichtung ging ein widerlicher Regen aus schwarzem Matsch und weißen Maden nieder, welcher die Sicht verdeckte und das Zielen unmöglich machte. Die magischen Pfeile Wächter des Nebels waren jedoch in der Lage auch in diesem stinkenden Unwetter ihr Ziel zu finden und drei Besti-Gors fielen röchelnd zu Boden.

Autor:  Sanul [ Sa 9. Jan 2016, 00:05 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Wow, gefällt mir gut :) Hatte schon lange mal selbst einen Spielbericht mit dem Tool machen wollen, aber hatte nie die Muse dazu. Respekt, sehr schön. Mehr davon :)

Autor:  Koranot [ Sa 9. Jan 2016, 22:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Zitat:
Wow, gefällt mir gut :) Hatte schon lange mal selbst einen Spielbericht mit dem Tool machen wollen, aber hatte nie die Muse dazu. Respekt, sehr schön. Mehr davon :)


Ja, der Battle chronicler ist echt nicht schlecht und auch sehr intuitiv zu bedienen. Aber nun weiter im Text, lasst das Gemetzel beginnen.

Zweiter Spielzug

Tiermenschen

Der Großhäuptling der Tiermenschen gab ein Grunzen von sich und die Chaos-Hunde schoßen auf die linke Flanke, um den Weg für die heranwalzenden Regimenter frei zu machen und den Baummenschen möglicherweise zu irritieren. Die Chaosbrut stakste auf die Reihen der Waldelfen zu, dicht gefolgt von den Besti-Gors und der Gor-Einheit mit dem Tiermenschenschamanen. Morghur folgte den beiden großen Einheiten geistesabwesend. Der Grinderlake breitete seine viel zu kleinen Flügel aus und bewegte sich mit einer markaberen Mischung aus hüpfen und fliegen hinter die Besti-Gor Einheit. Der Tuskor-Streitwagen wagte es nicht sich näher an die wilden Jäger heran zu bewegen und verharrte.
Wieder fing ein Gor-Tiermensch an sich unter Schmerzen zu krümmen und in einem unaussprechlichem, krampfhaftem Vorgang enstand eine weitere Brut des Chaos direkt vor dem Baum der Trauer. Der Grinderlake war nahe genug herangekommen, so dass die Mitglieder der Schattengarde seiner verdrehten Gestalt komplett ansichtig wurden. Auch wenn viele Elfen diesen Anblick ihren Lebtag nicht vergessen werden, so wurde doch kein Mitglied der elite Wache vom Wahnsinn befallen. Der Tiermenschenschamane rief die dunklen Götter an, um die Stärke und Widerstandskraft der Besti-Gors auf bestialische Weise zu erhöhen aber der Druide Auriel laß in einer uralten Sprache von einer verwitterten Schriftrolle und die Winde der Magie flauten ab, bevor der Zauber gelingen konnte. Wütend ließ der Schamane der Bestien erneut einen Speer aus Energie entstehen und schleuderte ihn auf Loecs Täuscher aber obwohl das Geschoß einen wilden Ochsen hätte fällen können, bewahrten die mystischen Tätowierungen des Elfen ihn vor jeglichem Schaden.
Die Gecken von Amnyr hatten nicht so viel Glück und ein verirrter Pfeil der unscheinbaren Ungor-Plünderer durchfuhr die Kehle eines Tänzers. Der Grinderlake ließ seine widerwärtige Zunge hervorschnellen aber durch die tobenden Besti-Gors war seine Sicht so stark eingeschränkt, dass er die Schattengarde verfehlte.

Autor:  Koranot [ Sa 9. Jan 2016, 22:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Zweiter Spielzug

Waldelfen

Der uralte Baummensch Umbraloth ging döhnend zu einem Angriff auf die widernatürliche Chaosbrut, die den Baum der Trauer bedrohte, über. Die Gecken von Amnyr wirbelten auf die Gor-Einheit mit dem Schamanen zu und versuchten diese zu einem Angriff zu provozieren. Die übrigen Waldelfeneinheite positionierten sich nur leicht um und die wilden Jäger wagten es wieder nicht dem Tuskor-Streitwagen zu nahe zu kommen.
Auriel der Druide weckte die Mächte der wilden Natur und Araloth konnte spüren wie die Magie seine Muskeln stählte, seine Eckzähne wachsen ließ und seine animalischen Instinkte weckte.
Da der schwarze Regen allmählich nachließ, stieß Finris Nachtschatten die Armeestandarte in den Boden und nahm einen Pfeil aus ihrem Köcher, den ihre Familie schon seit Generationen aufbewahrt hatte. Sie spannt den Bogen und der Pfeil sirrte von der Sehne direkt auf die marodierenden Besti-Gors zu. In der Luft teilte sich der Pfeil mehrmals, so dass ein Hagel aus Dutzenden Pfeilen auf die Elite der Tiermenschen niederging und vier weitere Bestien in ihrem eigenen Blut zusammenbrachen. Die Wächter des Nebels wollten es ihr gleichtun aber auch wenn ihre Pfeile mit übernatürlicher Treffsicherheit gesegnet waren, so konnten sie das dichte Fell der Besti-Gors doch nicht entscheident durchdringen.
Der mächtige Umbraloth hatte sich bei seinem Angriff zu nahe an den mutierten Wald heran gewagt und ein schleimiger Tentakel griff nach dem Baumriesen, konnte seinen mystischen Schutz jedoch nicht überwinden. Davon unbeeindruckt holte Umbraloth mit seinen gewaltigen Armen aus und ließ diese keulengleich auf die Chaosbrut niederfahren. Aber der Schlag war schlecht platziert gewesen und die Brut entging ihrem Untergang um haaresbreite. Im Gegenzug konnte sie dem Baummenschen auch keine Verwundung beibringen und so ging der Kampf zwischen diesen beiden erbitterten Widersachern weiter.

Autor:  Koranot [ So 10. Jan 2016, 22:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Spielbericht Waldelfen gegen Tiermenschen

Dritter Spielzug

Tiermenschen

Morghurs Gegenwart ließ die Blätter des nahen Wäldchens welken aber wie durch ein Wunder widerstanden die Bäume der Einwirkung des Chaos und veränderten sich nicht weiter.
Durch den ständigen Pfeilhagel zum Angriff gezwungen gab der Tiermenschengroßhäuptling ein dumpfes Gröhlen von sich und die Besti-Gors stürmten auf die Schattengarde zu. Den Tiermenschen war dabei entgangen, dass Araloths Augen immer noch in tierischer Blutlust funkelten. Auf der rechten Flanke nahmen die Chaosbrut und die mutigen Ungor-Plünderer die Gecken von Amnyr in die Zange, während die große Gor-Einheit nicht auf die Provokation der Kampftänzer hereinfiel und sich in Richtung Baum der Trauer ausrichtete. Quakend und hüpfend lief der Grinderlake auf den Baum der Trauer zu, wo ihn die Dryaden erwarteten. Die andere große Gor-Einheit wagte es nicht den gewaltigen Umbraloth anzugreifen und bewegte sich nur etwas nach vorne. Der Tuskor-Streitwagen verweilte aus Furcht vor den wilden Jägern an Ort und Stelle aber die Chaoshunde bewegten sich auf die Elfenkavallerie zu, in der Hoffnung die rasenden Elfen würden sie angreifen und so vom Kampfgeschehen weggetragen werden.
Wieder war Morhurs Präsenz nicht ausreichend um einen Tiermenschen in eine Chaosbrut zu verwandeln; hatten sich die Kräfte des Verderbers erschöpft? Die verstörende Nähe des Grinderlakes reicht ebenfalls nicht aus um einen der Elfen, die sich ganz auf den bevorstehenden Kampf konzentrierten, in den Wahnsinn zu treiben. Die Winde der Magie begannen zu wehen und trotz des verzweifeltem Entgegenhaltens des elfischen Druiden, gelang es dem Tiermenschenschamanen die Besti-Gors mit wilder Energie stärker und widerstandsfähiger zu machen.
Nun begann die entscheidende Phase der Schlacht. Die Gecken von Amnyr begannen ihren gefürchteten Klingensturm zu tanzen, konnten aber nur einen der Ungor-Plünderer erschlagen und der Chaosbrut eine Wunde zufügen. Im Gegenzug brachen zwei der Elfen blutüberströmt zusammen. Obwohl sie auf zwei Seiten von Feinden bedrängt wurden hielten die Kampftänzer der Übermacht heldenhaft stand. Die Zunge des finsteren Grinderlake fuhr zwischen die Äste des Baums der Trauer und konnte vier Dryaden zerquetschen. Aber auch die Schrecken von Amnyr hatten scharfe Klauen und so zog sich der Grinderlake blutend ein Stück zurück. Umbraloth holte erneut mit seinen mächtigen Armen aus und diesesmal hatte die Chaosbrut nicht soviel Glück und wurde zu einer zuckenden Masse zerquetscht.
Im epischen Nahkampf zwischen den Besti-Gors und der Schattengarde fuhr Araloth wie ein Wirbelsturm aus klingen und tierischer Mordlust zwischen seine Feinde. Knochen brachen und Eingeweide spritzten als der Fürst nicht weniger als acht seiner Feinde erschlug. Auch die Armeestandartenträgerin Finris Nachtschatten konnte zwei der Bestien erlegen und die übrigen Schattengardisten, im Waldkampf geübt, töteten weitere der Besti-Gors. Wutentbrannt hieb der Großhäuptling auf Finris Nachtschatten ein und die Armeestandarte der Waldelfen ging zu Boden. Doch seine Einheit war fast komplett ausgelöscht und so blieb dem Großhäuptling und seinem verbliebenen Gefolgsmann keine andere Wahl als die Flucht zu ergreifen. Der Drang den verhassten Feind zu verfolgen und von hinten niederzumachen war groß aber Araloth bemerkte, trotz seiner durch Magie und Adrenalin getrübten Sinne, dass eine Verfolgung die Flanke der Schattengarde für einen Angriff der Gor-Tiermenschen anfällig machen würde und so verblieb die Schattengarde diszipliniert an Ort und Stelle.

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