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 Balancing - Age of Sigmar 
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Beitrag Balancing - Age of Sigmar
Es gibt ein neues Fantasy-Spiel:
Besteht aus 15+ Fraktionen mit jeweils mehreren Duzend Auswahlen.
Die Regeln bestehen aus 4 Seiten PDF und erinnern in ihrer Einfachheit an X-Wing.
Für die Liebhaber gibt es Szenarios ohne Ende.
Von Scirmish scalierbar bis auf Apo-Größe kann man alle Minis aufstellen die man noch im Keller findet.

Es ist umsonst.
Auch bei X-Wing muss man erstmal ca. 80,- hinlegen bevor man die empfohlene 100 Punkte Staffel spielen kann.
Minis, Gelände, Tockens und Zollstäbe können alle wiederverwendet werden.
Keine 7-Seitigen Würfel, keine 6-Eckigen Bases keine neuen Imba-Minis.
Den Roulett-Schieber kann ich allerdings nicht mehr benutzen :)


Die Einheiten sind ausgewogen (mit einigen Ausrutschern).

Es ist von GW?
April April mag man denken wenn man bewandert in der GW-Preispolitik ist.

Ist aber wirklich umsonst und auch von GW.


Einen Haken hat das ganze: Neben den Einheiten stehen keine Punktkosten mehr und es gibt auch keinen AOP.
"Spielt was ihr wollt" sagt GW.

Hobby-Spieler freuen sich und packen alles auf den Tisch was sie haben.
Will man das Spiel allerdings in einem ansatzweise kompetenten Umfeld betreiben so sucht man verzweifelt nach einer Orientierung, die es

einem ermöglicht ungefähr gleich starke Armeen aufstellen zu können.

GW gibt zwar das Warscroll-System vor (Alle Auswahlen sind gleich stark) aber auch beim 29. Versuch schaffen es meine 10 Goblins wieder

nicht den Hochelfengeneral auf Drachen zu besiegen.

Mein Vertrauen in das Warscroll-System ist also dementsprechen nicht sehr groß.

Ich habe mir Gedanken zum Balancing gemacht und wollte die hier mit euch teilen.
Grundlage sind die Regeln hier: http://www.games-workshop.com/en-US/age ... ompendiums, ein angenommenes "Schlagabtausch"-

Szenario (bis zur letzten Mini), gefühlt 180 Goldfisch-Tests und Matematik 4te Klasse.


Excellisten hatte ich kurz im Kopf mit Punktekosten für jede Einheit. Aber nachdem ich 2 Völker durchgearbeitet hatte, war es schon echt

schwer die Einheiten ansich und in Kombination von der Kampfstärke her einzuschätzen sowohl offensiv als auch defensiv.

Beispiel:
Imperialer General auf Pferd, Lanze, Pistole, Nahkampfwaffe.
- macht im Schnitt ca. 2 Wunden im Nahkampf jede Runde. (gegen RW 4+)
- hält ca. 40 Attacken gemeiner Infanteristen aus.

Der gleiche ...
Imperialer General auf Pferd, Schwert, Schild + (MYSTIC SHIELD vom Zauberer)
- macht im Schnitt 1 Wunde
- hält ca. 120 Attacken gemeiner Infanteristen aus

... kommt ein Ork-Boss mit 2-Händer, fällt er recht schnell aus dem Sattel.

Das Balancing auf Einheiten-Ebene trau ich nir so nicht zu.

Immerhin die Erkenntnis, das die Synergie-Effekte der Einheiten bei den Meisten Armeen kaum über den Mystischen Shild eines Zauberers

hinausgehe.

Also doch nochmal die Einheiten Stand alon anschauen, was Offensive und devensive angeht.
Immerhin sind Einheiten mit Größen versehen (3,5 oder 10) was eine bestimmten Kategorisierung gleich kommt. So kann man innerhalb einer

"Kategorie" vergleichen, also nicht 10 Goblins mit 3 Oger vergleichen sondern 3 Trolle mit 3 Oger oder 5 Imperiale Ritter mit 5 Ork-

Schweinereitern usw.

Das Ergebniss war für mich relativ überraschend: Die Einheiten scheinen gleich stark zu sein. Einer trifft mal besser, der andere verwundet mal

besser. EIne Einheit hat eine bessere Rüstung dafür die andere mehr Lebenspunkte.
Das scheint ebenfalls Fraktionsintern so zu sein. Hochelfen Schwertmeister (eher offensiv) und Phönixgarde (eher defensiv) sind ähnlich stark.

Soweit so gut. Es scheint also wiedererwartend ein "verstecktes" Balancing zu geben, zumindest bei den Einheiten/"Regimentern".
Man müsste sich nur auf eine Anzahl Warscrolls einigen (Bsp.: 10) und könnte loslegen.

Fehlen aber noch Helden, Monster und Kriegsmaschienen. (also alles was Spaß macht)

Hier ist das Balancing nicht so gut.
Ein Greif ist kein Drachen.
Ein Oger Tyrant kein Goblin Shamane.

Den meisten sind das bekannte Tatsachen aus Warhammer. Das spiegelt sich in den Werten deutlich.
Diese Einheiten als gleichwertig einer Warscroll zu zuordnen für zu sehr langweiligen Spielen.
"10 Scrolls? Kein Problem. Ich nehme 10x General auf Drache".

Jedoch ist nicht viel mit einem Lord auf Drachen gleich zu setzen.
Goßkanone und Goblin Speerschleuder aber schon. Chaoslord und Orc-Boss auch. Zauberer unter sich ebenfalls (Menschen-Zauberer und

Goblin-Shamane). Ein großer Teil von Helden, Monster und Kriegmashienen scheinen auch erstaunlich ausgewogen zu sein.

Also kann ich doch alles Spielen was ich will. und ganz ohne Taschenrechner!.
29 Speerträger, plus Schild und Musiker, aber ohne speere dafür Champion mit zusatzwaffe. dafür nur 27 Speerträger.. 3 im Sinn .. +12 ...

Die neuen Regeln sind sehr einfach und klar mit wenig synergie. Das führt dazu, das Tacktik und Strategie und Armeeauswahl viel wichtiger sind

als die Frage ob ich nun 12 oder 13 Wunden mache.
Fragen wie:
"Wie schaffe ich es mit den Schwertmeistern zuerst zu zuschlagen?"
"Habe ich genug Speerschleudern um den Mystischen Schild des gegnerischen Zauberer zu verhindern?"
"Kann ich dem Riesen schnell genug soviele Wunden machen, das seine Offensive auf ein erträgliches Mass sinkt?"


Ich brauche nur eine Liste der Ausreißer. Was man dann damit macht muss man sehen. Initial würde ich denen den Faktor 2 auf die

Warscrollkosten geben. Also diese Auswahlen kosten 2 Rollen.

- Besondere Charaktermodelle
- berittene Monster (General auf Greif)
- Drachen (mit Reiter dann 3 Rollen)
- usw.

Die Liste stelle ich mir maximal klein vor, also nur was wirklich krass ausreisst. Einheite werden in der Null-Zone immer unterschiedlich stark

sein. Nur was wirklich das Spiel aus der Balace wirft sollte gesondert behandelt werden.


Zusätzlich gibt es Einheiten wo keine Modellanzahl angegeben ist (an der Stelle muss GW reichlich gebechert haben.)
Diese Einheiten würde ich einmal nach Ausreissern durchsuchen, ansonsten

- Einheiten ohne vorgegeben Modell-Anzahl werden mit 5 Modellen gespielt.

Manche Einheiten kann man aufstocken. 10 Goblins sind eine Warscroll. 30 Goblins wären dann 3 Scrolls. (Kommandoeinheit im Tausch gegen

den Massen-Bonus)



Was trotzallem noch fehlt ist ein AOPartiges Konstrukt. Die wenigsten Spielsystem verkraften Extreme. Auch wenn 3 Trolle einen General auf Greif besiegen können, so wird es schwer, wenn plötzlich nur Greifen da stehen (Mit Generälen drauf).
Das Betrifft nach meiner jetzigen Einschätzung vor allem (berittene) Monster.

Ich habe den Eindruck, man so durch diese minimalen Eingriffe, die großen No-Gos aus dem System nehmen. Die Freiheiten bleiben weitesgehend erhalten und spielerisches Können hat Einfluss auf den Ausgang einer Schlacht.

Ich freue mich auf eure Ideen und Anmerkungen.


Mo 20. Jul 2015, 23:29
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Beitrag Re: Balancing - Age of Sigmar
Moin Ronin,

freut mich zu hören, dass noch andere Spieler Age of Sigmar eine Chance geben und sich Gedanken über die Verfehlungen von GW machen. Ich bin auch dabei Einschränkungen zu definieren, weil ich genau wie du denke, dass GW mit der Vorgabe "spiel was du willst" ins Klo gegriffen hat. Ich bin allerdings einen mathematischen Weg gegangen. Weil durch die neuen Regeln sehr einfach auszurechnen ist, wieviel Schadenspotentiel eine Einheit hat gibt es hier einen sehr wichtigen Vergleichswert. Einfach formuliert kann man mit diesem Wert ziemlich viel austaxieren und genau diesen Weg bin ich auch gegangen.

Ich wollte einfach, dass ein Hochelfen Speerträger nicht denselben Wert hat wie ein Hochelfen Schwertmeister. Das ist einfach lächerlich. Und so habe ich angefangen ein mathematisches Modell zu erstellen, um jeder Warscroll Punktwerte zuzuweisen. Das Modell umfasst auch Bonuspunkte auf die HP für sowas wie Befehlsfähigkeiten und Magiestufen.

Ich hatte das mal hier zusammen gefasst.

Wenn du mal ein Testspiel machen möchtest, ich hätte große Lust!

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Di 21. Jul 2015, 09:26
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Beitrag Re: Balancing - Age of Sigmar
Vielleicht ist es nur ein Tippfehler, aber um hier bei den Uneingeweihten kein falsches Bild zu erzeugen :)

Sanul hat geschrieben:
Ich wollte einfach, dass ein Hochelfen Speerträger nicht denselben Wert hat wie ein Hochelfen Schwertmeister.


Der Wert eines Schwertmeisters ist laut GW-Warscroll doppelt so hoch wie der eines Speerträgers.


Do 23. Jul 2015, 14:54
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Beitrag Re: Balancing - Age of Sigmar
Siehe anderer Beitrag: Punktkosten gelten immer pro Modell.

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Do 23. Jul 2015, 15:45
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